Flümoart Flückiger, Faltzeltsysteme
Die ersten OMV Veranstaltungen - SAM
Die ersten OMV Veranstaltungen
Es begann im Herbst 1927 mit einer Schnitzeljagd
Ein halbes Jahr noch der Gründung des Verbandes, genauer gesagt am 30. Oktober 1927, war der über 700 Meter hoch gelegene Nollen im Kanton Thurgau Schauplatz des allerersten touristisch-sportlichen OMV-Anlasses, bei dem es sich um eine vom MC Wil vorbereitete Landsgemeinde mit Schnitzeljagd handelte. Gestartet wurde diese Veranstaltung mit einer als Schnitzeljagd bezeichneten Orientierungsfahrt, die von Wil über Bronschhofen, Braunau, Lanterswil und Mettlen auf den Nollen führte. Als Sieger konnte Walter Wenger (Stein am Rhein) ausgerufen werden. Als Verbandspräsident Oscar Rey anschliessend die erste OMV-Landsgemeinde eröffnete, waren rund 400 Motorrad-Fahrer anwesend, die unter anderem über Zweck und Ziele des jungen Verbandes, aktuelle Probleme und das Sportprogramm für 1928 diskutierten.

Die erste Sternfahrt des OMV hätte am 17. Mai 1928 (Auffahrt) nach Sternenberg im Tösstal führen sollen. Wegen allzu schlechter Witterung musste der Anlass auf den 20. Mai verschoben werden, an dem es aber ebenfalls regnete.
Trotzdem begaben sich gegen 60 Unentwegte zum Treffpunkt, um dort die Sternfahrt auf den 10. Juni neu anzusetzen, allerdings mit Ziel auf dem Gfell ob Sternenberg. «Bei leidlichem Wetter zogen sie scharenweise aus, die OMV-Sportbeflissenen und aus allen Windrichtungen schlängelten sich weisse Staubfahnen den Berg hinan, Sternenberg entgegen», wusste das OMV-Organ «Motor» in seinem Bericht über dieses Ereignis zu melden, an dem der MC Schönenberg-Kradolf die Sektionswertung gewann. Mit einem vom MC Winterthur organisierten Hindernis- und Geschicklichkeitsfahren konnte das OMV-Sportprogramm jenes Jahres in Winterthur fortgesetzt werden. Den Auftakt zu diesem Anlass bildete ein mit viel Applaus aufgenommener Korso mit gegen 150 Motorrädern. Ueber 100 Teilnehmer beteiligten sich am Gymkhana, das mit einer Weitsprung-Konkurrenz für Töffs abgeschlossen wurde, bei der der einheimische Rennfahrer Willy Eckinger mit seiner Maschine 11,30 Meter erreichte, was grosses Aufsehen erregte. Im Hindernisfahren schwang H. Hug (Andelfingen) obenaus, während der MC Andelfingen den Wanderpreis für die beste Sektion zugesprochen erhielt.
1. OMV-Rennen am Hallauerberg
Ein erster Höhepunkt in der Geschichte des OMV war zweifellos die vom MSC Schaffhausen in den Hallauer Weinbergen durchgeführte Bergprüfungsfahrt, zu der 120 Fahrer antraten, die diesem Motorradfest, das in der Ostschweiz einen überaus grossen Anklang fand, zu einem schönen Erfolg verhalfen. Die schnellste Zeit auf der 3,8 km langen Rennstrecke, die in Oberhallau ihren Anfang nahm, fuhr der Winterthurer Willy Eckinger als Sieger der Halbliterklasse mit genau drei Minuten. Ein Jahr zuvor, als das Hallauerberg-Rennen noch nicht als OMV-Veranstaltung ausgetragen wurde, raste Eckinger sogar in 2:52,3 Minuten den Berg hinauf.
Zweite Auflage der Landsgemeinde

In Weissbad im Appenzellerland trafen sich am 7. Oktober bei anfänglich unerfreulichem, später aber schönem Wetter mehr als 500 Motorräder mit rund 800 Verbandsmitgliedern zu einer weiteren Landsgemeinde. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich nebst Zentralpräsident Rey auch der Landammann des Standes Appenzell-lnnerrhoden und ein Abgeordneter der damaligen UMS. Einen sportlichen Rahmenwettbewerb, wie das bei der ersten Landsgemeinde auf dem Nollen der Fall war, gab es im Weissbad nicht.
1. Verbands-Tourenfahren 1928
Zum Abschluss der ersten OMV Sport- und Touristik-Saison verzeichnete diese erstmals ausgeschriebene Sektionskonkurrenz, an der 10 Clubs mitmachten, nicht die erhoffte Beteiligung. Ein Blick auf die Rangliste zeigt uns den MC Schönenberg-Kradolf mit 16 Touren (Ausfahrten) an erster Stelle klassiert. Die Ehrenplätze gingen an den MC Flawil und den MC Weinfelden. Das waren also die ersten sportlichen Wettbewerbe des Ostschweizerischen Motorfahrer-Verbandes, der sich von Anfang an für einen regen und vielfältigen Sportbetrieb einsetzte, um seinen Mitgliedern möglichst viel bieten zu können. Und weil sich das bestens bewährt und gelohnt hat, wird diese «Politik» von unserem Verband, der 1959 bekanntlich in den SAM umgetauft worden ist, heute noch befolgt.
 
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