KTM X-MAS
SAM-Trial-Première in Bassecourt
Trial Bassecourt vom 26.06.2010. Während einiger Jahre wurde durch den VBL Luzern unter der Führung von Hans Felder im französischen Jura ein SAM Trial zusammen mit einem regionalen Meisterschaftslauf durchgeführt. Aber schon im 2007 musste das Trial kurzfristig wegen fehlender Bewilligungen abgesagt werden.
Ein Punkt Vorsprung reichte Christian Weilenmann zum Sieg.
Ein Punkt Vorsprung reichte Christian Weilenmann zum Sieg.
Im 2008 starteten wir nochmals in Oberlarg, diesmal aber nur noch die SAM Fahrer. Es war absehbar, dass das Trial Oberlarg so sterben würde. Hans Felder nahm deshalb mit dem Organisator von FMS Trials in Bassecourt Kontakt auf. Zusammen mit Hans Felder nahm ich letztes Jahr am dortigen Trial teil um zu schauen ob eine 2-fach Veranstaltung möglich sei. Es sah gut aus und deshalb organisierte Felder nun praktisch im Alleingang ein SAM Trial zusammen mit einem FMS Trial. Er organisierte aber auch wieder das Einschreiben, die Rundenkontrolle, die Auswertung und die Siegerehrung wie einst in Oberlarg selber. Das heisst, wir führten ein eigenes Trial mit der Infrastruktur von Bassecourt durch.

Nur insgesamt 34 SAM Fahrer fanden an diesem sonnigen, heissen Samstag den Weg in den Jura. Das Fahrerlager war mitten im Dorf auf verschiedenen Strassen und Vorplätzen, Start und Ziel sowie eine künstlich aufgebaute Sektion im Dorfzentrum beim Gemeindehaus angelegt. Der Rundkurs zu den anderen Sektionen führte dann einige km hinaus aus dem Dorf in die umliegenden Wälder. Da bei der FMS die Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren immer mehr zurückgehen (aktuell in Bassecourt auf 53 ) sind auch die Staus kleiner geworden, d.h. es gibt sie fast nicht mehr.

Unsere Klasse 3 Fahrer starteten in der weissen Expert Spur. Diese war in Sachen Schwierigkeitsgrad sehr gut ausgesteckt. Christian Weilenmann sicherte sich den Sieg mit 39 Strafpunkten, mit nur einem einzigen Zähler weniger als Stefan Manser. Auf dem dritten Rang folgte Erich Felder. Er nahm im 2010 erstmals an einem Trial teil, startet er doch sonst an den Supermoto Rennen. Er klassierte sich sogar noch vor dem führenden der Meisterschaft Michel Zubler. Auch am Start, aber nicht in SAM Wertung war Patrick Fraefel. Weil er in diesem Jahr an der FMS Schweizermeisterschaft mitfährt, musste er dort in der Elite Spur mitfahren.

Die früher sehr starken Klassen 4 und 7 glänzten durch grosse Abwesenheit. Gerade mal 4 Fahrer der Klasse 7 waren am Start. Es schien als ob die restlichen eine Vorahnung hatten. Diese Klassen lassen wir bei den FMS Trials in der roten Spur fahren. In diesem Jahr war aber diese rote Spur derart leicht ausgesteckt, dass am Ende der Sieger Felix Eggenschwiler nur 5 Strafpunkte hatte. Der 2. Rang mit einem Total von 6 Punkten ging an Patrick Frei (er hatte 34 Nuller ), der 3. Rang mit ebenfalls 6 Punkten an Rolf Schläpfer ( er hatte 30 Nuller ). Der 4. Rang mit auch nur 13 Strafpunkten ging an Felix Büeler.

Auch die Klassen 5 und 8 lassen wir bei den FMS Trials die rote Spur fahren. Normalerweise sind dann diese Sektionen relativ schwierig für diese zwei Klassen. Diesmal, weil sehr leicht ausgesteckt, waren für die Klassen 5 und 8 die Sektionen in einem sehr guten Niveau und die Strafpunkte in normaler Höhe. Ein Unterschied ist aber trotzdem zwischen den jungen 5er und den älteren 8er Fahrer zu sehen. Die Erfahrenen hatten viel weniger Strafpunkte. Die Klasse 5 gewann Patrick Villiger, 49 Punkte, zweiter wurde Beat Christen, 67 Punkte, dritter Yannik Simkovics, 97 Punkte und vierter Sven Wolfensberger, 115 Punkte. Das waren auch schon alle Klasse 5 Fahrer.

In Klasse 8 waren 14 Fahrer am Start. Willi Müggler, welcher nur sporadisch an den Trials erscheint zeigte dabei allen seine jahrelange Erfahrung. In der letzten Runde gab es für ihn nur einen einzigen Strafpunkt, und ein Total von 13 Punkten in den vier zu fahrenden Runden bedeuteten für ihn den Sieg in Klasse 8. Dahinter folgten in kleinen Abständen der Berner Max Uhlmann, 21 Punkte, dann der Nachbar von Willi Müggler aus Frauenfeld Peter Schibli, 22 Punkte, der Grenchener Albert Fürst, 24 Punkte und Richi Mosimann aus Affoltern mit 25 Punkten. Dahinter wurden die Abstände grösser.

Auch bei den Klassen 6 und 9 ein schlechtes Bild. Zwei Fahrer der Klasse 9 am Start, die Klasse 6 abwesend. Diese Klasse fährt bei den FMS Läufen normalerweise die FUN Spur, das heisst für sie zählt es nur von der Anfang bis zur Ende Tafel der Sektionen ohne Fehler durchzufahren, egal welche Spur oder Weg. Max Bürki aus Ostermundigen schaffte es mit nur 3 Strafpunkten. Wie gross die Unterschiede auch in dieser im Prinzip leichtesten Klasse sind illustriert der 2. Rang von Therese Läderach. Bei ihr sammelten sich in den 3 Runden doch 88 Punkte an.

Insgesamt verlief die Zusammenarbeit zwischen FMS und SAM in Bassecourt sehr gut, es gab kaum Staus vor den Sektionen, die beiden Siegerehrungen verliefen kurz nacheinander beim Festzelt. Und das erfreulichste am ganzen Tag ist, dass der zunächst sehr schwer aussehende Unfall glimpflich ausging. Der Elite Fahrer Christian Teuscher stürzte in der meterhoch künstlich aufgebauten Sektion derart auf den Kopf, dass eine Ueberführung ins Spital nötig wurde. Am Abend nach eingehenden Untersuchen konnte er aber wieder nach Hause und sollte schon am nächsten Sonntag in Tramelan wieder fahren können.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Elmar Fraefel
Datum: 24.07.2010
Rubrik: Sport
 
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