Jahresbericht Motocross
Nach einem sehr langen Winter ging es am 4. April endlich los in Niederwil. Vier Kategorien waren am Start und zeigten bei super Wetterbedingungen spannende Rennläufe.
Ebenfalls waren zwei Personen von der neuen Zeitmessung AMB vor Ort und erklärten uns die Anlage. Am Abend waren alle voll überzeugt von der Anlage. Mussten wir letzes Jahr noch etliche Fahrer aufheben, hiess es diesmal nur noch zweimal im Funk „#5 und #17 sollten die Transponder laden sie seien rot Markiert“. Nun waren schon wieder 4 Wochen vergangen und jetzt war Wohlen an der Reihe mit dem WM-Wochenende. 14000 Zuschauer kamen um das Highlight des Tages zu sehen. Eine Super organisierte Veranstaltung mit gutem Wetter, was will man mehr. Nur ein paar wichtige FIM-Kommissare, die nichts besseres zu tun hatten als nach nicht gelehrten Kübel Ausschau zu halten, nervten ein bisschen. Tja, macht halt jeder das, wass er am besten kann. Bereits eine Woche später war dann der SAM-Tross in Wohlen am Start. Nochmals perfekte Bedingungen rundeten für die Wohlener zumindest das Kapitel MX ab. Danch ging es zum ersten mal in dieser Saison nach Deutschland. Emmingen war an der Reihe und man hatte vom letzten Jahr gelernt und den Start umgebaut. Genau richtig wie sich an den beiden Tagen zeigte. Keine einzige Startkollission und auch sonst „nur“ ein Abtransport. Das OK dort war genial und miteinander wurden Entscheidungen kurz und unkompliziert umgesetzt. Schleitheim oder besser gesagt Oberhallau war sehr gut. Vorallem, wenn man dem Wetterbericht anfangs Woche schon alle nach einem Wetrace schreien hörte, wurden alle eines besseren belehrt. Nur ein wenig Regen am Samstag machte den Junioren-Fahrer oder besser gesagt den Besserwissern am Streckenrand einiges zu schaffen. Doch auch das hatte man dank einem sehr geübten, nervenstarken Tracktorfahrer bald im Griff. Die Strecke war sehr technisch und sehr gut überblickbar. Bleibt zu hoffen, dass die Oberhallauer Version von Schleitheim nochmals stattfindet. Für die Seitenwagen und Quad’s ging es nun für ein Highlight nach Feldkirch. Einfach traumhaft, wie dort immer viele begeisterte Motocrossfans an der Strecke stehen. Ebenfalls an diesem Datum war wieder der Mega-Event in Obersaxen. Hillclimbing stand an der Tagesordnung und das wurde dort oben auch so richtig ausgelebt. Weiter ging es dann im Ederswiler. Die Truppe um Philip Kempf war wieder perfekt organisiert. Leider hatten wie am Samstag verhältnissmässig viele Unfälle. Dies rüttelte aber die Piloten am Sonntag wach und so konnten wir einen ruhigen Sonntag ohne grosse Zwischenfälle erleben. Obernheim, eine gefürchtete aber mega geile Piste im Süddeutschen Raum. Hier dürften wir schon zum dritten Mal das Gastrecht geniessen. Dieses Jahr war der Boden relativ feucht und schwierig zu fahren. Jedoch trocknete es immer mehr ab und so war die Piste am Sonntag in einem sehr guten Zustand und man konnte super Rennläufe verfolgen. Weiter ging es dann in Dätwil. Der IMBA Open Lauf stand auf dem Programm und mit zwei sehr schnellen Schweizer Fahrern konnte auch das Publikum begeistert werden. Die Piste war wie jedes Jahr sehr attraktiv und die Helfer bestens Motiviert. In Hugelshofen wurde es dann so richtig heiss. Bei Temperaturen uber 30 Grad schaffte es das OK aber trotzdem, den Acker immer schön feucht zu halten. Kaum Staub und eine sehr schöne Strecke machten diesen Anlass perfekt. Das dies möglich ist, glaubte am Freitag kaum einer. Nun ging es in das meistens verregnete Gutenswil. Doch auch die hatten dieses Jahr Glück und konnten bei Top-Wetterbedingungen ein perfektes Rennen organisieren. Was hier die Familie Hublard aus dem Feld zauberte, war einfach Genial und Zukunftweisend für den Motocross-Sport. Sehr attraktiv und in keiner Weise gefährlicher als sonst wo. Einzig die Waschbretter in Hugelshofen und Gutenswil gaben Anlass zur Diskussion. In Möggers waren nochmals die Seitenwagen und Quad’s ohne den rest des SAM-Trosses unterwegs. Die perfekte Piste hier bot wieder super Motocrosssport. Im Emmental war ein Doppel-IMBA angesagt. Quad und MX2 (125ccm). Am Freitag war alles noch sehr nass und darum entschieden wir am Samstag etwas später anzufangen. Ein weiser Entscheid und die beiden Tagen bieteten perfektes Mottocrosswetter. Beim ersten Lauf MX2 wurde uns deutlich aufgezeigt wie weit wir im SAM schon gekommen sind mit den Gelb-Situationen. Oli Zoller und ich kamen uns vor wie Molankegeln auf einem Verkehrssicherheitszentrum, die es galt so knapp als möglich und mit möglichst hoher Geschwindigkeit zu umfahren. Diese Situationen gibt es im SAM kaum mehr. Aber im grossen und ganzen ein gelungener Event mit einer riesen Party am Abend. Nun war schon Finale angesagt da ja Rothenthurm für dieses Jahr abgesagt werden musste. Perfektes Motocrosswetter und eine bestens präparierte Piste in Amriswil versprachen perfekte Rennen am Sonntag. Tausend Schweizerfähnchen und 6000 Zuschauer machten sich lautstark daran, die Schweizer Gespanne zu unterstützen. Krieg/Peterer waren sich ihrer grossen Aufgabe gewachsen und wurden Tageszweite.
Für mich persönlich war es eine der besseren Saison. Wir haben schon riesige Fortschritte gemacht was das akzeptieren der gelben Fahne angeht. Und ich denke, dass wir das in Zukunft noch verbessern können. Wir arbeiten im Moment in einem super Team zusammen und ich weiss, zusammen schaffen wir es, die Sicherheit zu erhöhen. Ich freue mich auf die Saison 2010 mit hoffentlich gleich super Bedingungen wie wir sie im 2009 erleben durften.

Für die SPOKO
Marco Isler
Quelle: SAM Spoko   Autor: Marco Isler
Datum: 22.11.2009
Rubrik: Sport
 
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