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Trial-Saisonschluss im Montafon
Trial Vandans vom 09.10.2011. Der Vorarlberger Motorrad Trial Club, kurz VMTC, hat wieder mit der grossen Kelle angerührt und in Vandans im Herzen des Montafons den Finallauf der SAM-Trialmeisterschaft organisiert. Dazu gehörten musikalische Beschallung bei der Show-Sektion neben dem Schwimmbad und 2 Festwirtschaften – eine beim Start und die andere bei der Brücke, von der aus die im Bach liegenden obersten 4 Sektionen überblickt werden konnten.
Zweiter Platz und Vize-Meistertitel für Felix Eggenschwiler
Zweiter Platz und Vize-Meistertitel für Felix Eggenschwiler
Mit 76 Teilnehmenden waren deutlich weniger als im Vorjahr am Start. Das könnte natürlich am Wetter gelegen haben – denn bis Donnerstag liessen die Prognosen noch Regen erwarten. Am Samstag schneite es sogar auf die Sektionen. Der Schnee konnte aber erst etwas weiter oben ansetzen. Am Sonntag nieselte es am Morgen noch etwas, aber gleich nach der Fahrerbesprechung zeigte sich die Sonne, wärmte uns etwas auf und trocknete auch die Sektionen wieder ab.

Meister Klasse 3: Michel Zubler
Die Spezialisten in Klasse 3 hatten einmal mehr die schwersten Sektionen und die höchsten Punktzahlen. Der bereits länger feststehende neue Meister Michel Zubler aus Uzwil konnte auf seiner Gas Gas den letzten Lauf mit 72 Strafpunkten für sich entscheiden – sein 7. Saison-Sieg. Mit 105 Punkten wurde Christian Fäh aus Hombrechtikon Zweiter und beendet auch die Meisterschaft auf dem zweiten Rang. Die beiden Spezialisten Christian Weilenmann und Patrick Fraefel fuhren ausser Wertung in der noch schwereren Klasse 2 bei den Experten. Christian Weilenmann schaffte die 4 Runden à 8 Sektionen mit einem Total von 91 Punkten, wobei er sich von 36 Punkten in der ersten Runde auf 12 Punkte in der letzten Runde steigern konnte. Patrick Fraefel beendete das Trial mit 112 Punkten.

Meister Klasse 4/7: Daniel Kronenberg
Auch in Klasse 4/7 stand Titelverteidiger Daniel Kronenberg aus Hägendorf schon als Meister fest. Die grüne Spur war offensichtlich eher leicht ausgesteckt. Er startete das Trial nämlich gleich mit einer hervorragenden 3-er Runde, leistete sich dann ein paar Punkte mehr und schaffte mit seiner Montesa zum Abschluss gar noch eine 2-er Runde. Mit einem Total von 16 Punkten und 18 Nullern gehörte ihm der Tagessieg – sein achter in diesem Jahr. Felix Eggenschwiler machte ebenfalls 18 Nuller – aber erst mit seiner 2-er Runde zum Schluss konnte er noch 2 Kontrahenten überholen und sich mit 24 Punkten den 2. Platz sichern. Dahinter folgte nämlich mit nur einem Punkt mehr Vorjahres-Sieger Rolf Schläpfer. Und mit nur einem weiteren Punkt mehr – also total 26 – verpasste Mario Mosimann das Podest ganz knapp. Die Reihenfolge dieser 4 widerspiegelt genau die ersten 4 Plätze in der Meisterschaft und änderte somit nichts mehr an der Reihenfolge.

Meister Klasse 5: Patrick Glarner
Für die „Schwarzen“ und die „Roten“ konnte in Sektion 5 keine Spur ausgesteckt werden, weshalb sie diese Sektion nicht zu fahren hatten. Somit bestand für sie die Runde nur aus 7 Sektionen.
Auch Patrick Glarner aus Linthal stand bei den Einsteigern schon als Meister fest. Er fuhr von Anfang an voll konzentriert und leistete sich in den 28 Sektionen nur einen Zweier und 4 Einer. Dank einem Total von nur 6 Punkten konnte er seinen achten Saison-Sieg einfahren. Beat Christen kam dem am nächsten, indem er ebenfalls 23 Nuller schreiben konnte. Dazu kamen bei ihm aber ein Einer und 4 Zweier. Das Total von 9 Punkten bedeutete für Ihn den zweiten Platz. Mit doppelt so vielen Punkten, nämlich 18 belegte Olaf Huber den dritten Platz. Ihm war die erste Runde mit 11 Punkten etwas missglückt. In der Meisterschaft wurde aber Huber Zweiter vor Christen.

Meister Klasse 8: Peter Schibli
Peter Schibli lag in der Meisterschaft der Veteranen um 8 Punkte vorn, womit auch Verfolger Ueli Meier noch Meister werden konnte. Der Sieg ging aber an Peter Läderach, der sich mit Runden von 4, 3, 1 und 2 Punkten ein Total von 10 Strafpunkten einfuhr. Damit wird er Dritter in der Meisterschaft. Ueli Meier hatte in der ersten Runde schon 12 Punkte kassiert – Peter Schibli immerhin deren 9. Wenn die Sektionen so leicht ausgesteckt sind, kann man eine verpatzte erste Runde kaum mehr aufholen. Peter Schibli aus Frauenfeld war dann aber der einzige im Feld, der mit seiner Beta zum Abschluss noch eine Nuller-Runde hinkriegte. Mit einem Total von 14 Punkten konnte er sich den zweiten Platz und somit den Meister-Titel sichern. Ueli Meier wurde mit 17 Punkten Dritter und wird somit Vice-Meister.

Meister Klasse 6/9: Heinz Göldi
Heinz Göldi aus Glattbrugg hatte den Meistertitel ebenfalls schon in der Tasche. Auf seiner Yamaha sammelte er heute komische Punktzahlen. In der ersten Runde kassierte er happige 14 Strafpunkte. Dann liess er eine Nuller-Runde folgen. Dann muss es ein Problem gegeben haben – die restlichen 2 Runden schrieb er nur noch 5-er. Das reichte dann nur zum letzten Platz. Vorne konnte Jan Glarner den dritten Sieg in Folge feiern. Nach 2 Einer-Runden musste er sich in der dritten Runde 5 Punkte schreiben lassen. Dafür machte er in der Schluss-Runde gar keinen Fuss mehr. Jan wird damit Vice-Meister. Um den zweiten Tagesrang duellierten sich Carl Heierli und Josef Landolt. Nach 28 Sektionen hatten beide die magische 19: jeweils 19 Strafpunkte und ebenfalls 19 Nuller. Somit zählten die Einer: mit 4 Einern wurde Carl Heierli Zweiter vor Josef Landolt, der nur 2 Einer geschrieben hatte. Vierter wurde Max Bürki, der damit in der Meisterschaft den dritten Rang knapp vor Josef Landolt behalten konnte.

Nach vielen Ausfällen im letzten Jahr hatten sich die Gast-Fahrer wohl dieses Jahr in der „richtigen“ Klasse angemeldet, und dank eher leicht ausgesteckten Sektionen musste heute niemand die Segel streichen. Damit bekamen auch die vielen etwas später angereisten Besucher noch alle Fahrer zu sehen. Die tolle Atmosphäre in Vandans liess auch dieses Jahr die Fahrer etwas länger verweilen – schliesslich gab es ja auch noch die Siegerehrung der Tageswertung, des Ländlepokals und der Bodensee-Meisterschaft. Und nicht zu vergessen, den grossen Gabentisch mit tollen Motorrad-Gaben, welche unter allen Startenden verlost wurden. Weil zuerst die Tagesrangliste und dann die Meisterschafts-Ranglisten erstellt werden mussten, dauert das Warten auf die Pokale am Saison-Finale halt etwas länger als sonst. Kurz nach der letzten Ehrung ging dann die Sonne unter und es wurde bitter kalt – Zeit, sich in die Winterpause zu verabschieden.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Felix Büeler
Datum: 23.10.2011
Rubrik: Sport
 
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