3W Motosport
Guter Ersatz in Windlach für Stallikon
Trial Windlach1 vom 17.04.2011. Nach nur einer Veranstaltung in Stallikon kam bereits das Aus von den Behörden. Nachdem zuerst alles klar schien, bemerkte offenbar ein übereifriger grüner Förster doch noch, dass in dem steilen Wäldchen noch etwas Laub durcheinander gemacht werden könnte und spielte seine Macht aus.
Podest Klasse 8: Ueli Meier vor Peter Schibli und Peter Vogelsang
Podest Klasse 8: Ueli Meier vor Peter Schibli und Peter Vogelsang
Richi Mosimann liess sich nicht entmutigen und fand bei den Trial Kollegen vom TWN Club Zürich und deren Gelände in Windlach einen Ersatz. Das Gelände dort ist allen Fahrern bereits länger bekannt von diversen Clubtrials. So kommt es auch nach vielen Jahren wieder einmal dazu, dass am selben Ort im selben Jahr 2 Läufe zur SAM Meisterschaft ausgetragen werden. Das Original Windlacher Trial findet bereits Mitte Mai statt. Das Trial zählte nebst der SAM Meisterschaft auch wieder zum Bodenseepokal, was wieder über ein Dutzend Fahrer aus Deutschland und Oesterreich mobilisierte.

Das Gelände war von der Trockenheit der vergangenen Wochen sehr staubig und der Grip auf dem sehr harten Boden liess auch zu wünschen übrig. So holten sich in der von der Ferne relativ einfach aussehenden Sektion 6 am offenen Hang hinter dem Büro fast alle Fahrer zahlreiche Fünfer. Ich selbst kam da auch nie durch, d.h. 4 x 5 Strafpunkte. Ein weiteres aussergewöhnliches Ereignis spielte sich in Sektion 1 ab. Die TWN ler bauten dort aus kleinen Baumstämmen eine grosse Stufe auf, welche sich aber im Laufe der zweiten und dritten Runde in ihre Einzelteile auflöste. Da ab diesem Moment ein Befahren nicht mehr möglich war und die Stufe ganz auseinanderzubrechen drohte, entschied sich die Sportkommission die Sektion 1 für die Klassen 2,3,4 und 7 ab Runde 3 aus der Wertung zu nehmen. Das geschah aus sportlichen Ueberlegungen, weil damit die Fahrer gleiche Bedingungen in der Sektion hatten. So würden nur Runde 1 und 2 in die Wertung kommen. Ein Verständigungsproblem veranlasste dann aber zusätzlich auch noch die zweite Runde dieser Fahrer zu streichen. Der Punktrichter vergass, dass er auch noch den letzten Klasse 2 Fahrer in der zweiten Runde bewerten sollte. Er schickte den Fahrer gleich zu Sektion 2. Auch die Sektion 3 war nicht ganz ohne. Zwar sehr schön angelegt und bis zu den letzten Metern einfach zu befahren, stellten die letzten paar Meter aber eine sehr hohe Herausforderung dar. Da galt es mehrere Meter in äusserst steilem Gelände gerade herunterzufahren und dann auf einen schmalen Weg rechtwinklig nach links einzubiegen. Hier genügte die Bremskraft und die richtige Position und Belastung auf dem Töff vielen Fahrern nicht, sodass es entweder gerade hinab durchs Absperrband relativ gefährlich auf die untenstehenden Fahrer zuging oder beim Einbiegen das Vorderrad wegrutschte und so mehr oder weniger Strafpunkte geholt wurden. Das war meiner Ansicht nach die einzige Stelle wo die schwarzen Fahrer anders hätten fahren sollen. Eine Sektion führte über diverse Steine und 3 schöne Sektionen waren im hinteren Teil der Grube angelegt.

In der Klasse 2 (keine SAM Meisterschaft) starteten 4 Fahrer. In der ersten Runde hatten ausser Christian Weilenmann alle über 20 Strafpunkte. Die mussten zuerst mal alles lose Gesteinzeugs auf die Seite räumen um überhaupt vor den Hindernissen losfahren zu können. Christian erwischte einen hervorragenden Tag auf seiner neuen Gas Gas und siegte überlegen vor dem Oesterreicher Lucas Beck. Dahinter folgten Patrick Fraefel und Philipp Schneider.

5 Fahrer befuhren die blaue Klasse 3 Spur. 2 SAM Lizenzierte, 2 Bodenseepokal Fahrer und ein Gast. Hier passierte Alexander Stampfli ein grosses Missgeschick. Er fuhr eine ausgezeichnete erste Runde, vergass aber in Sektion 6 ein Loch knipsen zu lassen und musste deshalb für diesen Fehler laut Reglement mit 20 Strafpunkten belastet werden. Tagesieger wurde der Deutsche Armin Prutscher vor den SAM Fahrern Michel Zubler und Alexander Stampfli.

Insgesamt 13 Fahrer starteten in den grünen Spuren der Klassen 4 und 7. Daniel Kronenberg hatte in sämtlichen Runden nur 7 oder weniger Strafpunkte und kam auf ein Total von 17. Als nächster folgte Remo Vogelsang mit 40 und danach Felix Eggenschwiler mit 47 Strafpunkten.

Die meisten Teilnehmer fuhren in der schwarzen Spur. 9 Fahrer in Klasse 5 und 16 Fahrer in Klasse 8. Bei der Klasse 5 gab es einen neuen Sieger. Patrick Glarner (der Name sagt es schon woher er kommt) fährt neu mit Lizenz in dieser Klasse und kam zu seinem ersten Sieg. Offensichtlich hat das Training in der Woche zuvor in Südfrankreich dazu beigetragen. Dort war es jedenfalls auch knochentrocken und über 30° warm. Mit 24 Strafpunkten war er um 3 Punkte besser klassiert als Beat Christen und 4 Punkte besser als Christoph Arrenbrecht der als Dritter folgte. Die Männer die es in Klasse 8 zu schlagen gilt heissen Ueli Meier und Peter Schibli. Diesmal siegte Meier mit 1 Punkt Vorsprung auf Schibli. Schibli schaffte sogar eine Nuller Runde. An diese 13 und 14 Strafpunkte kam schon der nächste bei weitem nicht heran. Peter Vogelsang benötigte doch schon 28 Füsse um sich auch wieder um nur einen Punkt vor Kurt Liechti zu setzen.

16 Teilnehmer wollten die roten Spuren der Klassen 6 und 9 fahren. 6 Fahrer mit Lizenz und deren 10 als Gäste. Am wenigsten Füsse brauchte, und wurde damit Sieger der Glattbrugger Heinz Göldi mit nur 2 Strafpunkten. Dahinter folgten Max Bürki mit 10 und die beiden Jan Glarner und Carl Heierli mit 20 Strafpunkten. Diese zwei Fahrer hatten nebst den 20 Strafpunkten auch exakt gleich viele 5er, 3er, 2er, 1er und 0er. Die bessere letzte Runde entschied für den jungen Glarner.

Nach einer kurzen Pause über Ostern geht es an gleichem Ort in der Meisterschaft weiter.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Elmar Fraefel
Datum: 29.04.2011
Rubrik: Sport
 
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