Sintflut am Trial Hornberg
Trial Hornberg vom 19.06.2011. Um 9 Uhr hätten die Morgenklassen an den Start gehen sollen – stattdessen brachten sich Fahrer und Veranstalter im Festzelt vor den sintflutartigen Niederschlägen in Sicherheit. Erst um 10 Uhr liess der Regen dann etwas nach, so dass das diesjährige Schwarzwald-Trial endlich gestartet werden konnte.
Speedway-Fahrer Heinz Göldi gewinnt in Klasse 9
Speedway-Fahrer Heinz Göldi gewinnt in Klasse 9
Sektion 1 war auf dem erhöhten Teil des Parkplatzes. Hier gab es für die rote und schwarze Spur recht hohe Felsbrocken zu bezwingen. Die Sektion 2 auf dem unteren Teil des Parkplatzes war aber in einem kleinen See verschwunden. Bis etwa einen halben Meter tief stand das Wasser und machte somit die Benützung als Trial-Sektion unmöglich. Selbst Willi Lauble – Urgestein beim veranstaltenden Motor-Sport-Club Hornberg hatte so etwas noch nie gesehen. Diese Sektion wäre auch für die Nachmittagsklassen vorgesehen gewesen. So versuchte man mit einer Pumpe das Wasser wegzukriegen, aber die Zeit reichte nicht. Somit hatten alle Klassen anstatt der gebauten 10 Sektionen nur deren 9, welche jeweils 3 Mal zu befahren waren. Trotz des starken Regens waren die meisten übrigen Sektionen recht gut befahrbar. Einzig die hinterste Wald-Sektion der Morgenklassen war sehr rutschig geworden.

SAM-Einsteiger Dritter
Die SAM-Wertung der Klasse 5 konnte Christoph Arrenbrecht mit 38 Strafpunkten für sich entscheiden. Das war der zweite Saisonsieg für den Trial-Wiedereinsteiger. Auch in der Tageswertung reichte es damit als Dritter noch für einen Podestplatz. Zweiter wurde Florian Senn aus Althäusern mit 72 Punkten.

SAM-Veteranen zu zweit auf dem Podest
In Klasse 8 lieferten sich Ueli Meier und Peter Schibli ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ueli startete mit einer 2-er Runde. Peter hatte einen Zähler mehr. Die Runde 2 endete unentschieden 1:1 – also musste die dritte Runde entscheiden. Ueli vervielfachte seine Punkte mit einer 7-er Runde. Aber auch Peter Schibli verpatzte den letzten Umgang und musste wiederum einen Punkt mehr schreiben lassen. So gewann schliesslich Ueli Meier aus Heimberg mit 10 vor Peter Schibli aus Frauenfeld mit 12 Punkten. Das bedeutete gleichzeitig auch einen Schweizer Doppelsieg in der Tageswertung. Mit einigem Abstand ging es um den dritten Platz wieder sehr knapp zu: René Ruf konnte sich mit 49 Punkten knapp vor Richi Mosimann mit 50 Punkten den letzten SAM-Podestplatz ergattern.

Speedway- und Trial-Fahrer
In Klasse 6/9 fuhr die Speedway-Fraktion vorne weg. Heinz Göldi aus Glattbrugg konnte mit 28 Strafpunkten bereits den 4. Saison-Sieg feiern. Sein Speedway-Kollege Josef Landolt aus Rüti hingegen stand mit 55 Strafpunkten zum ersten Mal auf dem Treppchen. Max Bürki belegte mit 63 Punkten den dritten Rang vor dem einzigen Nachwuchs-Fahrer am Start, Jeanot Zubler aus Uzwil, der mit 78 Punkten Vierter wurde.

Weil erst mit einer Stunde Verspätung gestartet worden war, wurden die Vormittags-Fahrer auch eine Stunde später fertig. Und als die Nachmittags-Fahrer ihre Maschinen ausluden, stoppte der Regen und es kam sogar teilweise die Sonne zum Vorschein. Somit hatte es auch einen Vorteil, dass erst um 2 Uhr gestartet werden konnte.

Zublers vierter Saisonsieg
Die Klasse 3 konnte Michel Zubler aus Uzwil bereits das vierte Mal in diesem Jahr für sich entscheiden. Mit Runden von 22, 17 und 13 Strafpunkten kam er auf ein Total von 52 Zählern. Zweiter bei den Spezialisten wurde Christian Fäh aus Hombrechtikon mit 102 Strafpunkten.

Eggenschwilers erster Saisonsieg
In Klasse 4/7 hatte Dani Kronenberg bisher alle Läufe für sich entschieden. In seiner Abwesenheit ging Felix Eggenschwiler mit 12 Punkten in Führung vor Rolf Schläpfer und Felix Büeler mit je 19 Punkten. Eggenschwiler konnte sich nicht mehr steigern und fuhr noch zwei 13-er Runden. Schläpfer reichten die Runden à 11 und 9 Punkte aber nicht mehr ganz. So konnte Felix Eggenschwiler aus Ifenthal mit 38 Punkten den ersten Saisonsieg feiern vor Rolf Schläpfer aus Domat/Ems mit 39 Zählern. Platz 3 konnte sich Felix Büeler aus Rehetobel mit 54 Punkten sichern (endlich wieder mal ein Podestplatz für mich!), knapp vor seinem Bruder Markus Büeler mit 56 Punkten.

Leider gab es auch dieses Jahr nur in den Klassen 5 und 8 Pokale für die Schweizer Delegation. Diese war aber mit nur 20 von insgesamt 112 Fahrern auch recht schwach vertreten. Auch einige Fahrer der Nachmittags-Klassen, die erst gegen 18 Uhr fertig waren, blieben bis zur Siegerehrung. Wie gewohnt in Hornberg gab es wieder für alle Fahrer Sachpreise. Anschliessend wurde die SAM-Fahne eingezogen und wieder heimwärts gebracht – sie wird bestimmt auch nächstes Jahr in Hornberg wieder gehisst.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Felix Büeler
Datum: 20.07.2011
Rubrik: Sport
 
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