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Wellness-Trial in Lüen
Trial Lüen vom 03.07.2011. Das Trial im bündnerischen Bergdörfchen Lüen hat sich im dritten Jahr bereits etabliert und konnte trotz gleichzeitigem Konkurrenz-Trial am anderen Ende der Schweiz stolze 75 Fahrer und Fahrerinnen anlocken. Darunter waren auffallend viele Gäste aus der Region, aber auch aus Deutschland und Österreich.
Podest Klasse 5 - 1. Beat Christen, 2. Markus Scherrer, 3. Patrick Glarner
Podest Klasse 5 - 1. Beat Christen, 2. Markus Scherrer, 3. Patrick Glarner
Zum kleinen Jubiläum – 3 Jahre Trial Lüen – wollte es der OK-Präsi und Mann für alles Markus Scherrer den Fahrern mal etwas einfacher machen. Alle hatten „nur“ 4 Runden zu fahren – die rote Spur fuhr 4 mal 7 Sektionen und alle übrigen je 10 Sektionen. Dank schönstem Sommerwetter bei angenehmen Temperaturen und nicht allzu schweren Sektionen fühlte sich das Trial fahren im Lüener Bergklima fast so an wie ein Wellness-Urlaub.

Der 3,2 km lange Rundkurs war eigentlich wieder gleich wie im Vorjahr – vom Dorfplatz ging es erst mal nach oben aus dem Dorf in den Wald. Die Fahrer der roten Spur fuhren wieder die 7 Sektionen im oberen Teil, von denen 2 neu angelegt worden waren. Sie nahmen aber gleich alle 4 Rundenkarten mit, so dass sie nicht mehr nach jeder Runde im Gegenverkehr zurück ins Tal fahren mussten. Der Rest des Feldes fuhr nach Sektion 7 wieder die bekannte Wald-Abfahrt hinunter, wo die Bremsen fast zum Glühen kommen.

Anstatt dem vorgesehenen Minutenstart wurden die Klassen auf verschiedene Sektionen verteilt, so dass nach der Fahrerbesprechung alle gleich starten konnten und auch die Punktrichter der hinteren Sektionen nicht zu lange auf Arbeit warten mussten.

Klasse 2 in Österreichischer Hand
Die Experten-Klasse 2, welche nicht zur SAM-Meisterschaft zählt, konnte Philipp Schneider aus Österreich für sich entscheiden. Er lag zwar nach der ersten Runde noch hinten, konnte dann aber gegenüber Lucas Beck in jeder Runde einige Punkte gut machen und gewann schliesslich mit 64 Punkten vor seinem Trainingskollegen Lucas Beck mit 83 Punkten.

Michel Zubler klarer Leader in Klasse 3
Die Spezialisten erreichten ähnlich hohe Punktzahlen. Michel Zubler konnte mit 67 Punkten seinen fünften Saisonsieg einfahren. Erich Felder hatte Supermoto-Pause und konnte so auch wieder mal ein Trial fahren. Mit 94 Punkten wurde er Zweiter vor Christian Fäh mit 118 Strafpunkten. Somit geht Michel Zubler als Meisterschafts-Leader in die Sommerpause – vor Christian Fäh und Christian Weilenmann.

Dani Kronenberg dieses Jahr erstmals geschlagen
Die Spitze der Fortgeschrittenen und Senioren (Klassen 4 und 7 zusammen) war für einmal recht nah zusammen. Nach 3 Runden lag Dani Kronenberg mit 12 Punkten vor Patrick Frei mit 15 Punkten. Dani musste in der letzten Runde noch 9 Punkte schreiben lassen. Für Patrick reichte somit die 5-er Runde gerade noch, um mit 20 Punkten nach über 2 Jahren wieder ein SAM-Trial für sich zu entscheiden. Dani Kronenberg wurde Zweiter mit 21 Punkten und Remo Vogelsang vervollständigte das Montesa-Podest mit total 27 Strafpunkten. Die Meisterschaft wird von Dani Kronenberg angeführt, gefolgt von Felix Eggenschwiler und Rolf Schläpfer.

Beat Christen vor Lokalmatador
Bei den Einsteigern in Klasse 5 schlug die Stunde von Beat Christen. Er blieb konstant unter 10 Punkten pro Runde und feierte mit 32 Punkten den ersten Sieg seit Herbolzheim 2009. OK-Präsi Markus Scherrer durfte mit 35 Punkten aufs zweithöchste Treppchen stehen. Patrick Glarner konnte sich mit 36 Strafpunkten nur dank mehr Nullern, nämlich 25 gegen den punktgleichen Olaf Huber mit 21 Nullern den dritten Podestplatz sichern. In der Meisterschaft führt aber weiterhin Patrick Glarner - jetzt vor Beat Christen und Olaf Huber.

Eine schwarze Nuller-Runde für Peter Schibli
Bei den Veteranen feierte Peter Schibli aus Frauenfeld bereits seinen sechsten Saisonsieg. Nach Runden von 2, 2, und 1 schaffte er zum Abschluss als einziger Fahrer der schwarzen Spur sogar eine Nuller-Runde. Ueli Meier aus Heimberg startete zwar auch mit einer 2-er Runde, kam aber am Schluss auf 14 Punkte und wurde damit Zweiter vor Peter Vogelsang mit 42 Punkten. Die Meisterschaft führt ebenfalls Peter Schibli an, gefolgt von Ueli Meier und Richi Mosimann.

Drei rote Nuller-Runden für Heinz Göldi
In Klasse 6/9 (Nachwuchs und Neulinge) legte Heinz Göldi mit seiner alten Yamaha nicht weniger als 3 Nuller-Runden hin. Einzig in der zweiten Runde kassierte er 4 Strafpunkte. Diese reichten dann knapp für den Sieg vor Josef Landolt mit 5 Strafpunkten und Jan Glarner, der zwar auch zwei Nuller-Runden hatte, aber in Runde 3 einen Fünfer zu verbuchen hatte. So kam er auf total 6 Punkte und wurde damit Dritter. Heinz Göldi führt hier in der Meisterschaft deutlich vor Jan Glarner und Max Bürki.

Bei der Rangverkündigung war die Festwirtschaft auf dem Dorfplätzchen immer noch voll und so konnten die meisten der schönen Holz-Trophäen direkt in die Hände der strahlenden Gewinner übergeben werden. Herzlichen Dank an alle, die dieses wunderschöne Trial ein weiteres Mal ermöglicht haben.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Felix Büeler
Datum: 23.07.2011
Rubrik: Sport
 
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