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Trial im Skigebiet
Trial Grandval vom 02.10.2011. Das 2. letzte Trial dieser Saison fand bei bestem Wetter in Grandval im Berner Jura statt. Zum Startgelände führt eine ca. 4 km lange Kiesstrasse weit in die Berge hinauf zum dortigen Skigebiet. Die Skihütte wird klugerweise, weil um diese Jahreszeit noch nicht anders benötigt, für das Einschreiben, das Büro und für die Festwirtschaft gebraucht.
Dritter Sieg in Folge für Christian Weilenmann auf Ossa
Dritter Sieg in Folge für Christian Weilenmann auf Ossa
Auch hier in Grandval starten die SAM Fahrer an einer FMS Veranstaltung mit eigener Wertung. Der Veranstalter stellt für den SAM jeweils 2 Personen bereit, welche die ganze Büroarbeit erledigen. Dies klappt mittlerweile sehr gut. Wir vom SAM sind nach dem letzten Jahr bereits dieses Jahr wieder in Grandval gefahren und vom 2-Jahrestournus abgewichen, weil dort auch im 2-Jahrestournus eine Fahrradtrial Veranstaltung stattfindet und alles zusammen einfach zuviel am selben Ort ist. Mit dieser Lösung fand eine reine Motorrad Sportveranstaltung statt. Es hatte so genügend Parkplätze und die Fahrer sowie Zuschauer behinderten sich so auch nicht gegenseitig.

Vor 2 Jahren noch war am Morgen alles gefroren, die Pfützen waren vereist und zum Start für die erste Runde war Winterausrüstung für die Fahrer angesagt. Heuer ging es ab 9 Uhr für die total 104 Fahrer mit Sommerkleidung los. Die Sektionen in Grandval sind fast alle an schattigen Stellen an einem Nordhang angelegt. Somit sind die Steine selbst nach wochenlangen Schönwetterphasen immer noch recht feucht und glitschig. Es werden hier auch immer viele Strafpunkte auf das Konto des glitschigen Untergrundes geschrieben. Im Gegensatz zu früheren Jahren gab es keine so langen Staus an den Sektionen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Sektionen nicht zu lange ausgesteckt waren. Die Ausnahme waren die Sektionen 7 und 10. Diese 2 waren für die Elite Fahrer der FMS sehr schwer gesteckt, sodass diese dort sehr lange in den Sektionen verweilten.

Auch hier wieder starteten wenig SAM Fahrer. 4 Fahrer in der Klasse 3 wollten es wissen. Patrick Fraefel konnte aber nicht gewertet werden weil er in der FMS Elite Spur fuhr. Ebenfalls nicht gewertet werden konnte Alexander Stampfli. Er hatte eine alte BSA Trial Maschine dabei und fuhr mit dieser in der leichteren FUN Spur. Christian Weilenmann und Michel Zubler fuhren in der geforderten weissen Spur. Weilenmann gelang ein super Tag. Er distanzierte Zubler in allen 4 Runden ganz klar und hatte am Abend 37 Strafpunkte. Das war der klare Sieg für Weilenmann vor Zubler, welcher 67 Strafpunkte aufwies. Zusätzlich bedeutete diese Strafpunktzahl auch dass er die FMS Experten Klasse gewinnen konnte. Mit 3 Siegen in den letzten Läufen hat Weilenmann sich nun in der Meisterschaft bis auf einen Punkt an Christian Fäh herangemacht und kämpft mit diesem am kommenden Wochenende in Vandans um den zweiten Meisterschaftsrang. Zubler steht bereits als Sieger 2011 fest.

In den Klassen 4 und 7 ging der Dreikampf unter den Meisterschaftsführenden Daniel Kronenberg, Felix Eggenschwiler und Rolf Schläpfer weiter. Kronenberg fiel nach 5 Siegen ab Mitte Saison durch 3 maliges Nichtstarten und 2 x einen zweiten Rang etwas zurück. In Grandval zeigte Kronenberg aber gleich in der ersten Runde mit nur 6 Strafpunkten, dass er heute kaum zu schlagen ist. Eggenschwiler benötigte bereits 15 und Schläpfer deren 21 Strafpunkte. Davor schob sich noch Mario Mosimann mit 14 Strafpunkten. Auch in den nächsten 3 Runden fuhr Kronenberg jeweils am besten ( die letzte Runde mit nur 1 Punkt ) und hatte am Schluss ein total von 21. Eggenschwiler und Mosimann standen mit je 37 Strafpunkten zu Buche. Nach dem auszählen der Nuller wars immer noch gleich ( beide hatten je 17 Stück ). So entschieden am Ende die eingefahrenen Einer. Der zweite Rang ging an Eggenschwiler mit 15 Einer und der dritte Rang an Mosimann mit12 Einer. Der Bündner Rolf Schläpfer wurde 4. Vor den beiden Büeler Brüdern Markus und Felix. Der Kampf um die 3 ersten Ränge hat sich somit nicht zugespitzt. Im Gegenteil zwischen den 3 Fahrern sind jeweils 10 und mehr Punkte was so auch einer Vorentscheidung gleichkommt.

Die Klasse 5 lebt vom Zweikampf zwischen Patrick Glarner aus Linthal und Olaf Huber aus Ettenhausen. Für Huber war der Sieg aber schon nach der ersten Runde verloren. Glarner gab die erste Karte mit 13, Huber seine mit 31 Strafpunkten im Büro ab. Huber verbesserte sich zwar und holte die letzte Runde sogar für sich, weil Glarner von Runde zu Runde schlechter fuhr, aber am Sieg von Glarner hatte dies keine Auswirkung mehr. Christian Liechti machte das Podest in dieser Klasse noch voll. Damit haben wir mit Patrick Glarner einen neuen Meister in dieser Klasse.

Auch in der Klasse 8 findet ein Kopf an Kopf Rennen statt. Seit Beginn der Saison sind Peter Schibli aus Frauenfeld und Ueli Meier aus Heimberg immer für die Siege zuständig. Die zweiten Ränge gingen nur dann an andere, wenn einer dieser zwei fehlte. Meier legte in Runde eins 5 Strafpunkte vor, Schibli folgte mit 9. In der zweiten Runde hiess es 4 zu 9, in der dritten 3 zu 9 und die letzte Runde ging dann an Schibli mit 9 zu 6. Sieger diesmal also Meier, zweiter Schibli und dritter wurde Beat Stampfli aus Herzogenbuchsee. Meier konnte in der Meisterschaft also 3 Punkte aufholen, liegt aber immer noch 8 Punkte hinter Schibli. Stampfli holte zwar mit diesem guten Rang in den hinteren Rängen etwas auf, weil er aber zu wenig teilnahm bringt ihm dies nicht viel. Kaj Zubler folgte als vierter, während Albert Fürst schon in der ersten Runde aufgeben musste.

Ähnlich wie bei den Klasse 8 Fahrern geht es bei den Klassen 6 und 9 Fahrern zu. Heinz Göldi und Jan Glarner machen auch alle Siege unter sich aus und liegen seit langem vorne. Hier zog aber Jan Glarner mit einer unglaublichen 2er Runde auf und davon, während Göldi eine miserable erste Runde mit 21 Strafpunkten hinlegte. Dass sich Göldi schon in der zweiten Runde auf deren 4 Strafpunkte verbessern konnte machte den Braten aber auch nicht mehr feiss, Glarner machte 8 Punkte. Auch die dritte Runde mit nur 1 Punkt gegenüber Jan mit 9 half noch nicht weiter. Dann fuhr der junge Glarner die letzte Runde wieder besser, machte 3 Füsse während Göldi 8 brauchte. Dieser Tag ging an Glarner, neuer Meister ist aber trotzdem Göldi. Dahinter klassierten sich Josef Landolt, Jeanot Zubler, Max Bürki und Therese Läderach auf den nächsten Rängen.

Nun geht es in einer Woche in Österreich in Vandans zum letzten Lauf im 2011. Da noch nicht alles in Sachen Meisterschaft klar ist wird dort wohl nochmals um viele Punkte gekämpft, dort hoffentlich wie immer mit sehr vielen Zuschauern und einer tollen Atmosphäre.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Elmar Fraefel
Datum: 20.10.2011
Rubrik: Sport
 
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