| Bei uns in der Sparte Trial hält die Zunahme der Lizenzierten weiter an. 54 Fahrer lösten für 2009 eine Lizenz, dies ist neuerlich ein Rekord. Für die Meisterschaft standen 12 Trials auf dem Kalender. | |||||||
Die 12 gemeldeten Trials konnten alle zum geplanten Termin durchgeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Jahren wurden die Termine alle bis vor Beginn der Meisterschaft festgesetzt. Ende März, also 3 Wochen vor dem Start war alles klar. Wir Trialer konnten in diesem Jahr alle unsere Meisterschaftsläufe im Trockenen und meistens bei Sonnenschein fahren. Dies macht natürlich enorm viel grösseren Spass als bei Regen. Das heisst, dass wir fast 2 Jahre keinen Regen mehr an einem Trial hatten (letzter Regen am ersten Trial im April 2008 in Biberach). Zuvor hatten wir auch im 2007 kein Trial bei Regen. Es gibt zwar einzelne Fahrer, welche sich auch mal Regen wünschen (für mich unverständlich, denn nebst schlechtem Grip, komplett verschmutztem Motorrad, Ausrüstung und Transportfahrzeug, stundenlangem Frieren in Nässe und Kälte sowie riesigem Aufwand beim Service all dieser Sachen kommen noch viele Probleme für Veranstalter, Landbesitzer usw. dazu). Der Start in die Meisterschaft erfolgte Mitte April in Affoltern mit der hohen Zahl von 69 Fahrern und für einzelne Klassen gleich zu Beginn der Saison schon schwierigen Sektionen. Weil Baden Baden seinen Termin auf Affoltern legte, waren fast keine deutsche Fahrer am Start. Im Mai folgte das Trial Windlach mit 2 Sektionen an neuer Stelle. Die Leute um Markus Senn konnten in einer Ecke der Grube, einem mit Stauden bewachsenen Hang etwas neues aufbauen. Diese zusätzlichen Sektionen ergaben einen perfekten Ablauf der Veranstaltung. Die zweite Auflage des Stadt Trials in Bischofszell fand am Pfingstsamstag statt. Hier war nur noch der Ort derselbe, die ganze Organisation war anders als bei der Erstauflage im 2008. Fahrerlager, Festwirtschaft und die komplette Strecke waren diesmal im Osten der Stadt aufgebaut. Nur die 3 künstlichen Sektionen bestanden noch mehrheitlich aus dem selben Material. Auch im Juni standen 2 Trials auf dem Kalender. Zuerst Hilfikon in der kleinen Grube beim Crossgelände mit hohen Temperaturen und vor allem für die Klassen 4 und 7 schwierigen Sektionen. Ende Monat traf man sich zum ersten Mal im Ausland wieder. Von der 2-Tagesveranstaltung im Hornberger Steinbruch im Schwarzwald wurde nur der Sonntag für unsere Meisterschaft gewertet. Hornberg wird schon seit über 20 Jahren immer wieder für einen Meisterschaftslauf besucht. Leider waren am Nachmittag zwei Sektionen zu lang oder zu schwer, was prompt zu grösseren Staus führte. Im Juli vor den Sommerferien wurde in Lüen im Schanfigg zum ersten Mal ein Trial durchgeführt. Hoch motiviert ging der Veranstalter mit dem ganzen Dorf im Rücken an die Sache. Weit im Voraus hatte er vieles geplant und zum Aufbau der Sektionen reisten schon am Samstag ein halbes Dutzend Fahrer an um mitzuhelfen. Ein schöner Rundkurs mit 9 Sektionen belohnte dann Fahrer und Veranstalter. Leider gab es hier auch den schwersten Unfall in dieser Saison mit einer schweren Schulterverletzung. Nach den Sommerferien ging es im August in Roches im Berner Jura weiter. Zusammen mit der FMS wurde auch die SAM Meisterschaft weitergeführt. Der Rundkurs auf einer Alp war mit 10 Sektionen bestückt, welche relativ leicht ausgesteckt waren. Ausser in Sektion 7 lief alles flüssig ab. Zum zweiten Trial im August ins deutsche Biberach reisten dann nur 17 SAM Fahrer an. Für die Mittelländer ist offenbar eine Anfahrt hinter den Bodensee zu weit. Schöne Sektionen und schnelles Vorwärtskommen belohnte die Teilnehmenden. Der strengste Monat September begann auch mit dem strengsten Trial. Im Berner Oberland auf der Grimmialp war das 2-Tagestrial angesagt. Auch hier fuhr der SAM und die FMS zusammen an derselben Veranstaltung. Für uns wurde nur ein Tag, der Sonntag gewertet. In den 3 Runden am Sonntag mussten die Fahrer je 10 Sektionen, verteilt auf 10 km und etwa 600 Höhenmetern, verbunden über Bergwege und Alpweiden zurücklegen. Zwei Wochen später im Trialgelände des Herbolzheimer Clubs waren zum Teil sehr schwere Sektionen ausgesteckt. Der Veranstalter meinte, dass zum Ende der Saison alle zeigen können was sie gelernt haben. Ob das der richtige Weg ist, kann auch bezweifelt werden. Denn wenn die Sektionen zu schwer sind, fahren dann plötzlich die Fahrer nicht mehr. Nur eine Woche später im oesterreichischen Vandans fand der zweitletzte Lauf im 2009 statt. Hier fielen auch schon einige Entscheidungen für die Meisterschaft im kiesigen Gelände. Das Trial findet am Dorfrand in und an den Ufern eines grossen Bergbaches statt. Es waren 83 Fahrer am Start. Anfangs Oktober findet meistens das Schlusstrial in Bühl statt. Hier bei dieser kleineren Veranstaltung zeichnet es sich immer klar ab, dass immer sehr wenig Fahrer am Start sind. Da das Trial auch von der Anfahrt her gesehen (300km ab Ostschweiz) eines der am weitesten entfernten ist, das Gelände, obwohl schöne Sektionen, nur etwa 200x200m misst und die Meisterschaft zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger entschieden ist, müssen oder wollen viele Fahrer gar nicht mehr dorthin. Obwohl nur 12 SAMler dort waren konnte die Meisterschaft mit einer schönen Schlussveranstaltung abgeschlossen werden. Ich bedanke mich hier bei allen Veranstaltern, Helfern, Trialfahrern und anderweitig an den Trials Beteiligten für die Saison 2009. Ausserdem gehört auch ein Dank an die Familienmitglieder vor allem jene der Fahrer, welche oft die Wochenenden alleine verbringen mussten. Ich wünsche Euch Allen einen schönen, erholsamen Winter und hoffe auf ein Wiedersehen im 2010. |
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| Quelle: SAM Sportkommission Autor: Elmar Fraefel | |||||||
| Datum: 19.11.2009 | |||||||
| Rubrik: Sport | |||||||