| Trial Bischofszell vom 29.05.2010. Dank der Bischofszeller Stadtbehörde, der Stadtbevölkerung und speziell der Anwohner am Parcours konnte die Arbeitsgemeinschaft MC Bischofszell, AMCO Amriswil und Trial Team Ostschweiz TTO das dritte SAM-Trial veranstalten. | |||||||
Der Rundkurs war an gleicher Stelle wie die Ausgabe 2009, Ausnahme bildete die Sektion 7 an neuer Stelle. Zudem war die Sektion 8 beim Fahrerlager statt bei Start / Ziel aufgebaut. Es war wiederum eine Mischung von 3 künstlich aufgebauten und 5 im natürlichen Gelände errichteten Sektionen. Diese natürlichen waren alle mehrheitlich im Wald angelegt. Da es in der Woche vor dem Trial sehr regnerisch war mussten die 5 Sektionen im Wald mit der nötigen Vorsicht in Sachen Schwierigkeitsgrad ausgesteckt werden. Am Mittwoch Abend wurden dann diese 5 Waldsektionen fast komplett ausgesteckt. Genau 5 Minuten nach Arbeitsschluss folgte ein Gewitterregen bis und mit Donnerstag. Am Freitag Nachmittag trafen wir uns zum Aufbau der künstlichen Sektionen 1, 2 und 8 sowie zum Fertigbau der anderen 5 Stück. Die Künstlichen wurden in ähnlicher Art wie in den vergangenen Jahren mit Abfallmulden, Anhängern, Steinen, Holzbünden, Baumstämmen und Paletten errichtet. Gegen Abend beim Prüfen der Sektionen musste noch festgestellt werden, dass der Boden in den Sektionen 5 und 6 zu nass für das Ausgesteckte war. Also wurden die 2 Sektionen noch abgeändert. Und wiederum wie am Mittwoch, einige Minuten nach Arbeitsschluss, als wir bei den ersten eingetroffenen Fahrern aus dem Bernbiet noch ein Bier genossen, begann es wieder zu regnen. Es regnete die ganze Nacht was für einige schlaflose Minuten sorgte, denn wie sollten die künstlichen Sektionen bei Regen zu befahren sein? Aber am Morgen schien die Sonne und trocknete bis zum Start um 12 Uhr alles künstlich Aufgebaute ab. In etwa Minutenabständen gingen die Fahrer an den Start und verteilten sich sehr gut um den Rundkurs, sodass es fast keine Staus vor den Sektionen gab. Bei den künstlich aufgebauten stellte sich einmal mehr heraus, dass solche Sektionen für 4 Klassen sehr schwierig aufzubauen sind. Die Fahrer der Klasse 3 welche eh die schwersten Sachen zu fahren haben, sie hüpfen, jonglieren und springen wie die Rehe über all das aufgebaute und kassieren mehrheitlich keine Strafpunkte. Bei den grünen der Klassen 4 und 7 ist ein enormer Stärkeunterschied feststellbar. Bei den schwarzen (Klassen 5 und 8) dasselbe wie bei den grünen. Dazu kommt dort noch, dass die Klasse 8 Fahrer schon ein höheres Alter aufweisen und diese Art Sektionen in ihrer früheren Karriere nie hatten und auch nie trainierten und somit die Verletzungsangst eine grosse Rolle spielt. Und für die roten Klassen 6 und 9, unsere einfachste Spur künstliche Sachen hinzustellen ist eine Wissenschaft für sich. Die Sektionen im Wald trockneten immer mehr ab und die Schwierigkeitsgrade waren eher leicht (oh, da hatten wir Glück, dass wir noch umbauten). Nur die Sektionen 5 und 6 blieben den ganzen Tag über heikel. So was kommt jetzt? Genau wie erwartet, kaum war der letzte Fahrer bei Sektion 8 tropfte es und 5 Minuten später ging ein grosser Regenguss über die Stadt nieder. Wieder mal Schwein gehabt. Zum Trial selbst: 5 Fahrer starteten in der Klasse 3, zusätzlich auch noch Armin Prutscher aus Deutschland. Er als Klasse 2 Fahrer musste hier mitfahren, da in Bischofszell die Klasse 2 nicht gewertet wurde. Aber man konnte ihn so als Massstab nehmen. Er wurde auch prompt Tagessieger mit 42 Punkten, aber nur mit 5 Punkten Vorsprung auf Stefan Manser. Manser vergab den Tagessieg in der letzten Runde mit zu vielen Strafpunkten. Weitere 7 Punkte zurück folgte Patrick Fraefel. Er kassierte einige Fünfer wegen Unkonzentriertheit. Dieses Problem hatte auch ich selbst. Ich sehe den Grund darin, dass bei den Fahrern welche Sektionen aufbauen immer dutzende von Varianten in allen Sektionen und für alle Klassen im Kopf herumkreisen und dann beim fahren plötzlich die eigene Spur nicht mehr bekannt ist. Für ihn war es der erste Wertungslauf in diesem Jahr. Er fährt in dieser Saison die Schweizermeisterschaft. Und nur 2 Strafpunkte mehr hatte am Ende Michel Zubler als Dritter vorzuweisen. Bei ihm lagen die Punkte in allen 4 Runden schön regelmässig zwischen 13 und 16. Auf den weiteren Plätzen folgten Ch. Weilenmann auf einem 4 Takt Ersatzmotorrad, Ch. Fäh und Ch. Weber. Die Klasse 4 und 7 wird dominiert von Dani Kronenberg. Ein weiteres Mal siegte er mit grossem Vorsprung auf Rolf Schläpfer. 11 Punkte für Kronenberg, deren 31 für Schläpfer. Kronenberg gelang es als einzigem Fahrer eine Nuller Runde hinzulegen. Felix Eggenschwiler mit 38, Mario Mosimann mit 54 und Remo Vogelsang mit 57 Strafpunkten folgten als nächste. Vogelsang verlor mit einer miserablen letzten Runde noch den vierten Platz an Mosimann. Die Fahrer in Klasse 5 machten es etwas spannender. Markus Scherrer konnte sich mit dem Polster von 10 Strafpunkten aus der ersten Runde bis zum Ende des Trials noch vor Patrick Villiger retten und als Sieger feiern lassen. 15 Strafpunkte mehr gab es für Beat Christen den Dritten und nochmals 7 weitere für Yannik Simkovics. Markus Büeler auf seiner betagten OSSA folgte mit nur einem Punkt Rückstand auf Simkovics. Neu in der Klasse 8 fährt Ueli Meier. Ihm war die grüne Spur an den bisherigen Trials an einigen Stellen zu gefährlich. Die hohen Stufen und auch die zum Teil steilen Abfahrten sind ihm nicht mehr gelegen. Die erste Runde fuhr er noch mit 7 Fehlern. In den nachfolgenden 3 Runden jedoch gab es für ihn nur noch je 1 Strafpunkt. Ob der immer am gleichen Ort war? In ähnlicher Art war Albert Fürst unterwegs. In der ersten Runde noch 6 Strafpunkte und in den nächsten 3 Runden je 2 Punkte. Das ergab mit 2 Punkten Rückstand den 2. Rang hinter Meier. Und bereits mit nur einem Punkt mehr folgte auf Rang 3 Peter Läderach. Rang 4 ging an Max Uhlmann und Rang 5 an Peter Schibli. Diese Klasse 8 hatte durchwegs leichtere Sektionen, denn noch der 10. hatte am Ende nur 45 Strafpunkte. Etwa gleich schwierig lief es in den zusammen gewerteten Klassen 6 und 9. Der Sieger Christian Liechti beendete das Trial mit 13, der zweite Simon Bhend mit 15 Strafpunkten. Und auch Max Bürki als 3. hatte nur 16 Punkte auf seinen 4 Rundenkarten. Stefan Bhend mit 18 und Marco Schmid als einziger etwas abgeschlagen mit 65 Punkten folgten als nächste. Ganz allgemein ist hier anzufügen, dass es in letzter Zeit erfreulicherweise immer viele Gastfahrer und neue Trialfahrer an den Trials gibt. Diese können vor Ort ihre Spur selber wählen. Bei den besseren Fahrern ist das Ganze kein Problem, denn sie wissen um ihr Können. Anders sieht es bei den neuen Fahrern aus. Von ihnen kamen in letzter Zeit auch einige kritische Bemerkungen. Sie müssen oder können nur in der leichtesten Spur fahren und für einige ist auch das noch sehr schwierig. Sie hätten es lieber noch einfacher. Es ist nun aber eine Tatsache, dass auch diese leichteste Spur so ausgesteckt werden muss, dass unsere lizenzierten Fahrer, und vor allem für diese wird ja ein Trial organisiert, noch etwas gefordert werden und am Ende noch einige wenige Strafpunkte haben. Ohne Strafpunkte keine Rangliste! Von diesen lizenzierten kommt die Rückmeldung, dass es besser sei, wenn auch sie wieder mehr gefordert werden als auch schon in vergangenen Zeiten. Bei der Siegerehrung in der Bitzihalle war die Stadträtin Frances Bischof anwesend, um die sehr schönen Pokale an die Gewinner zu übergeben. Dazu erhielten diese noch eine ausgarnierte Rose von der MC Bischofszell- und OK-Vize-Präsidentin Kathrin Beck. Alle Pokale wie die charakteristischen Rosen wurden von der Rosenstadt Bischofszell grosszügig gesponsort. Mit dem Dank an die Bischofszeller kann somit auf eine gut besuchte und gelungene dritte Auflage des SAM-Stadt-Trials zurückgeblickt werden, die bei sehr guter Stimmung, grossem Wetterglück, reibungslos wie einwand- und unfallfrei verlaufen ist. |
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| Quelle: OK und SAM-Sportkommission Autor: Bruno Siegenthaler und Elmar Fraefel | |||||||
| Datum: 30.06.2010 | |||||||
| Rubrik: Sport | |||||||