KMS Racing
2. Berg-Trial in Lüen
Trial Lüen vom 04.07.2010. Zur zweiten Auflage des Trials Lüen kamen exakt 50 % mehr Fahrer – und mit 69 Personen erreichte das Fahrerfeld schon fast die Einwohnerzahl des schmucken Dörfchens. Zu verdanken war dies zwar auch dem Umstand, dass es dieses Jahr zur Bodensee-Meisterschaft zählte, aber sicher auch den Überlieferungen der Premieren-Teilnehmer, die wohl alle nur Positives berichteten.
Sieger der Klasse 5: OK-Präsi Markus Scherrer
Sieger der Klasse 5: OK-Präsi Markus Scherrer
Am Samstag waren wieder einige Trialisten angereist, um beim Ausstecken der Sektionen zu helfen. Vielleicht waren es fast zu viele – so dass von den vielen Ideen nicht alle umgesetzt werden konnten und nach längeren Diskussionen dann nicht jeder mit den Sektionen ganz zufrieden war.

Der 3,2 km lange Rundkurs war wieder der gleiche wie im Vorjahr – vom Dorfkern ging es erst mal nach oben aus dem Dorf in den Wald. Auf der ersten Lichtung konnte dieses Mal eine zusätzliche Sektion gebaut werden. Darüber im Wald bei Sektion 5 war dann auch der Verpflegungsposten, wo die Fahrer mit Wasser versorgt wurden, aber auch Würste und andere Getränke erstanden werden konnten. Weiter hinten folgten dann die Sektionen 6 und 7. Die Klassen 6 und 9 fuhren 6 Mal diese 7 Sektionen. Für den Rest des Feldes folgte dann die steile Wald-Abfahrt hinunter zu den Sektionen 7-10. In den 5 zu fahrenden Runden kamen so ganze 50 Sektionen zusammen.

Da in der Deutschschweiz für das Wochenende Gewitter angesagt waren, starteten wir recht zügig – kurzerhand wurde vor dem Start entschieden, dass die Klassen 2,3,4 und 7 bei Sektion 7 starten, damit es schneller vorwärts ging. Der Regen blieb dann zum Glück aus – und dass es etwas kühler war als an den Hitzetagen davor kam uns sehr gelegen.

Die Experten-Klasse 2, welche nicht zur SAM-Meisterschaft zählt, konnte Philipp Schneider aus Österreich für sich entscheiden. Mit nur 45 Strafpunkten konnte er sich einen Vorsprung von 34 Zählern auf den zweitplatzierten Patrick Anker aus Deutschland herausfahren. Auf genau 100 Punkte kam Lucas Beck aus Österreich. Als einziger Schweizer wurde Christian Weilenmann aus Trüllikon Vierter mit 118 Punkten.

Die Spezialisten fuhren ebenfalls grössere Punkte-Unterschiede heraus. Stefan Manser aus Gais feierte hier mit 55 Punkten seinen 4. Saisonsieg. Vorjahres-Sieger Michel Zubler aus Uzwil wurde mit 76 Punkten Zweiter und Christian Fäh aus Hombrechtikon fuhr mit 145 Punkten ebenfalls aufs Podest.

Die Fortgeschrittenen und Senioren (Klassen 4 und 7 zusammen) wurden auch dieses Jahr von Daniel Kronenberg aus Hägendorf dominiert. Nur 17 Punkte und als Sahnehäubchen eine Nuller-Runde zum Schluss – das musste reichen. Der Zürcher Patrick Frei wurde erneut Zweiter mit total 42 Punkten. Das Montesa-Trio wurde komplettiert durch Felix Eggenschwiler aus Ifenthal mit 55 Zählern.

Bei den Einsteigern in Klasse 5 gab es dieses Jahr immerhin einen Bündner Doppelsieg. OK-Präsi Markus Scherrer – der einzige Lüener am Start – konnte sich dieses Mal gegen Vorjahres-Sieger Ricco Kunz aus Rhäzüns durchsetzen. Mit 29 Punkten hatte er 3 weniger als Ricco. Dahinter fuhr Patrick Villiger aus Hagenbuch mit 47 Punkten auf den dritten Platz.

Bei den Veteranen feierte Peter Schibli aus Frauenfeld seinen zweiten Saisonsieg. Bei einem Total von 12 Punkten schaffte auch er das Kunststück, in Runde 5 ganz ohne Fuss durchzukommen. Ueli Meier aus Heimberg hatte nach 2 Runden schon 14 Punkte und fuhr dann noch drei 1-er Runden. Für 17 Punkte gab's Rang 2. Einen Exploit schaffte Markus Senn aus Althäusern – mit 28 Punkten und einem tollen Dritten Rang konnte er seine Meisterschaftspunkte mehr als verdoppeln.

Die Klasse 6/9 (Nachwuchs und Neulinge) konnte Christian Liechti aus Rechthalten für sich entscheiden. Bei einem Total von 12 Punkten gelangen ihm sogar 2 Nuller-Runden. Max Bürki aus Ostermundigen kam mit 17 Punkten auf den 2. Rang und Marco Schmid aus Küsnacht wurde mit 24 Punkten Dritter.

Markus Scherrer gelang es wieder, die begrenzte Anzahl an Helfern optimal einzusetzen. So wurde die Essens-Zubereitung kurzerhand extern vergeben – der Güggelimaa fuhr vor und grillierte für uns. Einzig der Punktrichter an Sektion 7 kam etwas ins Schwitzen, weil er alleine war und der Stau an seiner Sektion immer länger wurde. Da sprangen dann einzelne Fahrer ein, die ihm jeweils eine Zeit lang die Zange abnahmen.

Anfangs waren Bedenken aufgekommen, dass 50 Sektionen zu viel sein könnten. Weil die Sektionen aber eher von der leichteren Sorte waren, konnte man es richtig geniessen, etwas länger in der wunderschönen Berglandschaft unterwegs sein zu dürfen.

Bei der Siegerehrung wurden unter grossem Applaus wieder viele schöne Holz-Trophäen an die glücklichen Sieger verteilt. Auch der Gemeindepräsident, der wieder in Sektion 10 als Punktrichter geamtet hatte, richtete noch ein paar heitere Worte an uns und liess uns wissen, dass wir in Lüen auch weiterhin herzlich willkommen sind. So fuhren wir dann - in der Hoffnung auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr - ins regnerische Unterland zurück.
Quelle: SAM Sportkommission   Autor: Felix Büeler
Datum: 25.08.2010
Rubrik: Sport
 
HOMETOP
  [Druckversion] [an einen Freund senden] Auf Facebook teilen